Rüde - Kleintierpraxis Borgers

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Rüde

Kastration von:

Bei der Kastration des Rüden werden in einer Operation unter Vollnarkose beide Hoden entfernt. Der Hodensack wird im Allgemeinen belassen und bildet sich mit der Zeit zurück. Über die Frage, wann die Kastration durchgeführt werden sollte, bestehen unterschiedliche Meinungen. An und für sich gibt es keinen Grund ein Tier nicht bereits im Alter von wenigen Monaten zu kastrieren, neuere Untersuchungen vor allem aus den USA geben keinen Hinweis auf eine Beeinflussung des weiteren Wachstums. Werden die Rüden vor der Geschlechtsreife (mit ca. 6-12 Monaten) kastriert, bleiben sie häufiger verspielter und 'umgänglicher'.

Vorteile:

  • Bestimmte Erkrankungen der Prostata (Zysten, Abszeß, Entzündung, Tumor) und des Hodens, können verhindert werden oder kommen seltener vor z.B. Hernia perinealis (ein- oder beidseitiger Dammbruch) - häufig die Folge einer chronischen (hochgradigen) Prostatavergrößerung an der viele alte Rüden leiden.

  • Bei einigen Erkrankungen, z.B bei der Hernia perinealis, ist für die Ausheilung eine Kastration zusätzlich zu anderen Maßnahmen zwingend erforderlich.

  • Die Aggression gegenüber anderen Rüden lässt (meistens) nach.

  • Kastrierte Rüden sind häufig einfacher in einer Familie mit Kindern zu halten, da sie auch hier ein geringeres Dominanzverhalten zeigen.

  • Kastrierte Tiere lassen in ihrem Geschlechtstrieb nach und laufen weniger hinter läufigen Hündin her...

  • Kastrierte Tiere sind dauerhaft unfruchtbar.

  • Statistiken zeigen, daß die Lebenserwartung eines kastrierten Rüden deutlich über der eines unkastrierten liegt.

  • Viele Rüden haben einen Präputialkatarrh (Hundetripper = gelblich grüner dickflüssiger Eiterausfluss am Penis/Vorhaut), der nach einer Kastration verschwindet. Hin und wieder muß zusätzlich eine Antibiotikum bis zum vollständigen Abheilen für einige Tage gegeben werden. (Der so genannte "Hundetripper" ist harmlos, jedoch bei Wohnungshaltung und kleinen 'Krabbel'-Kindern nicht nur unappetitlich...)


Nachteile/Risiken:

  • Die Risiken einer Narkose und der Operation sind abhängig vom Alter und dem Gesundheitszustand des Tieres.

  • Kastrierte Rüden verwerten das Futter besser und neigen zu Übergewicht. Zusätzlich kann sich der Appetit nach der Kastration vergrößern. Mit den gleichen oder etwas reduzierten Futterrationen wie vor der Kastration und Bewegung können Sie diesen Punkt aber gut in den Griff bekommen.

  • In extrem seltenen Fällen können Rüden nach einer Kastration Harninkontinent werden. Gegen die Harninkontinenz bei der Hündin gibt es wirksame Medikamente, die meist auch beim Rüden helfen.

  • Kastrierte Tiere entwickeln manchmal Fellveränderungen.

  • Kastrierte Rüden werden manchmal in ihrem Verhalten ruhiger, das aber durchaus erwünscht sein kann.


 
 
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